Archiv für die Kategorie „Privatleben“

Tulum – a happy place!

Sonntag, 8. März 2015

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Im Januar diesen Jahres waren wir mit unseren Kindern für 10 Tage in Tulum, Mexiko. Tulum liegt im Süden von Mexiko im Staat Quintana Roo (auf der Yucatan Halbinsel).

Mein Co-Gründer Moritz hatte mir diesen Ort als perfektes Reiseziel zur Überbrückung des Berliner Winters empfohlen. Und er hatte so Recht!

Weil mich so Viele nach unserer Rückkehr gefragt haben, wie es war und welches Hotel, welche Restaurants und sonstigen Aktivitäten wir dort empfehlen können, fasse ich unsere best-of-Empfehlungen einfach in diesem Post zusammen.

Tulum ist ein sehr besonderer, magischer Ort. A real happy place! Es liegt eine Ruhe, Gelassenheit und Entspannung über diesem Ort, die man nur sehr schwer beschreiben kann. Die Menschen, die dort Urlaub machen leben im Einklang mit der Natur, unaufdringlich, friedlich, unaufgeregt. Tulum ist ein Ort an dem man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann, ein Ort, der einen Flow hat, dem man sich kaum entziehen kann. Man schaut nicht auf die Uhr, man jagt nicht der nächsten Aktivität hinterher und ich habe oft einfach nur dagesessen, auf das Meer geschaut und an nichts gedacht.

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Wir haben in der Uno Astro Lodge gewohnt. Strohhütten ohne Strom, direkt auf den Strand gebaut und mit einem Bad unter freiem Himmel. Die Betten sind Matratzen mit einem Moskitonetz darüber.  Für Licht sorgt tagsüber die Sonne und nachts so viele Kerzen wie man möchte. Die “Strom-Losigkeit” dieses Ortes führt zum einen dazu, dass man sich dem Rhythmus der Natur anpasst. Man wacht mit dem Sonnenaufgang auf und geht spätestens um 21 Uhr abends schlafen. So schläft man jede Nacht 9 Stunden bei frischester Luft und begleitet vom Rollen der Wellen, die an den Strand schwappen. Zum anderen führt kein Strom dazu, dass man jegliche technische Geräte in der Tasche lässt und einfach mal offline ist. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal 10 Tage keine Emails gecheckt habe. In der Uno Astrolodge war es so einfach, da es kein W-LAN und nur eine einzige Steckdose an der Rezeption gab. Und die war meistens belegt.

Wer mehr Luxus möchte und ohne Kinder fährt, dem empfehlen wir die Hotels Coqui Coqui oder Be Tulum, die beide direkt am Strand liegen und wunderschön sind.

Das Highlight von Tulum ist der wunderschöne, weiße, feine Karibik-Sandstrand:

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Der Tag beginnt überall an diesem Strand mit Yoga und Sport jeder Art. Man kann ewig lange am Strand barfuß entlang joggen und sich hinterher im 28 Grad warmen Meer abkühlen. Die Kinder sind stundenlang durch die Wellen getaucht. Es war das erste Mal, dass sie nicht ständig nach einem Pool gefragt haben. Ansonsten ist Kitesurfen der große Sport an diesem Strand und überall sieht man die bunten Segel über das Meer rasen.

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Ein weiteres Highlight von Tulum sind die tollen Restaurants, die am Strand entlang in den Urwald oder den Sand gebaut sind. Alle haben offene Küchen mit offenem Feuer, Grill und sind aus viel Holz und lokalen Materialien eingerichtet. Jeden Abend waren wir woanders essen und jeden Abend waren wir total begeistert. Man isst um 18-19 Uhr, was toll ist, da man mit Kindern dadurch denselben Rhythmus hat wie alle Anderen. Unsere Top-Empfehlungen sind Casa VioletaCasa JaguarHartwood und Casa Banana. Hartwood ist ein besonderes Highlight, dort muss man ab 17 Uhr anstehen, um einen Platz zu bekommen:)

Ein weiterer happy moment war unser Besuch im Yaan Spa, gegenüber vom “Be Tulum”-Hotel. Ohne zu zögern kann ich sagen, dass dieses das schönste Spa war, in dem wir jemals waren. Und die Massage, die wir dort hatten, wird unvergesslich bleiben. (Der Preis allerdings auch:)) Auf dem Weg dorthin (den man natürlich zu Fuß geht) kommt man an Josa Tulum vorbei. Ich bin kein Shopping-victim, aber an diesem Laden kann keine Frau vorbeigehen. Gott sei Dank gibt es eine Hollywood-Schaukel davor, auf der man den männlichen Teil der Familie (in meinem Fall 75%) parken kann.

Ach ja: Nach Tulum kommt man, in dem man mit dem Flugzeug nach Cancún fliegt. Wir sind von Berlin über München nach Cancún mit Air Berlin geflogen. Von dort ist man in knapp über 1 Stunde mit dem Auto (Taxi oder Mietwagen) in Tulum. Die beste Reisezeit ist November bis März und zeitlich ist Tulum 6 Stunden hinter uns.

Nachdem die New York Times im November 2014 einen großen Bericht über Tulum geschrieben hat ist Tulum sicherlich kein Geheim-Tipp mehr. Aber auch lange noch nicht Mainstream. Ein Grund mehr bald hinzufahren!

Social Freezing – der Anfang vom Ende oder die Antwort auf alles?

Mittwoch, 29. Oktober 2014

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Kein anderes Thema war in den letzten 2 Wochen so präsent wie das Thema “Social Freezing“. Ob Facebook und Apple das Thema per Pressemitteilung selber lanciert haben oder warum es plötzlich so groß geworden ist weiß ich nicht. Fakt ist, dass sich jedes kleine oder große Medium in Deutschland mit dem Thema befasst hat. Und es fast überall Gesprächsthema ist.

Als 35jährige Frau geht das Thema und die einhergehende Diskussion nicht spurlos an einem vorüber. Und ich habe mehr und mehr das Bedürfnis verspürt, eine klare Meinung zu dem Thema zu haben.

Aber bevor ich anfange, eine Sache vorweg: Warum eigentlich Social Freezing?
Was ist denn daran “social”, wenn ich mich als Frau entscheide, meine Eizellen einfrieren zu lassen? Weder wird ein Google hang-out veranstaltet, um zuzuschauen, noch poste ich das auf Facebook oder Twitter, noch können meine Eizellen twittern, noch möchte ich das Thema in irgendeiner Form an die große Glock hängen.

Warum also nicht “Voluntary Freezing”? Das trifft es doch eigentlich viel besser. Eizellen einfrieren  - ohne medizinischen Grund.

Voluntary.

Freiwillig.

Und genau um dieses “freiwillig” geht es im Kern für mich.
Wenn eine Frau – egal welchen Alters – sich entscheidet, ihre Eizellen einfrieren zu lassen, dann sollte das eine persönliche und freiwillige Entscheidung sein. Eine Entscheidung, die nur sie allein (oder mit ihrem Partner, wenn sie einen hat) fällt.

Keine Entscheidung zu der die Gesellschaft sie zwingen sollte.

Keine Entscheidung zu der sie sich aus Karriere-technischen Gründen gezwungen fühlen sollte.

Und erst Recht keine Entscheidung, die sie mit ihrem Arbeitgeber diskutieren sollte oder müsste.

So sehr “work” und “life” durch die digitalen Medien und das damit verbundene “always on” heutzutage verschwimmen, die Familienplanung sollte ganz klar Privatsache bleiben. Die Entscheidung für ein Kind ist für eine Frau, ein Paar oder eine Familie so intim, so privat und so großartig, dass sie nicht in einem Vertrag geregelt werden sollte. Jeder Frau sollte absolut freigestellt sein was sie mit ihren Eizellen macht. Arbeitgeber sollten sich aus meiner Sicht darauf konzentrieren die Rahmenbedingungen zu verbessern innerhalb derer Karriere und Kinder sich besser vereinbaren lassen als in diesen intimsten Bereich der Frau und Familie vorzudringen.

Außerdem gibt es so viele offene Fragen, deren Antworten noch absolut nicht greifbar sind:

Was passiert mit den Eizellen, wenn ich gekündigt werde und die Kosten der Einlagerung nicht mehr bezahlen kann?

Was passiert mit den Eizellen, wenn ich ein bestimmtes Alter überschreite? Legt der Arbeitgeber mir dann nahe sie vernichten zu lassen, damit er nicht mehr zahlen muss?

Was passiert mit den Eizellen, wenn ich sie bis zur Rente aufbewahre und dann in Ruhestand gehe?

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Was passiert, wenn in ein paar Jahren Eizellen-Verkauf erlaubt ist (kann ja auch nur noch eine Frage der Zeit sein) und ich die Eizellen verkaufen möchte? Gehören Sie dann mir oder meinem Arbeitgeber? Oder muss ich sie ihm abkaufen? Oder ihm die Kosten der Einfrierung nachträglich erstatten?

Und wie lange muss ich dem Arbeitgeber versprechen nicht schwanger zu werden, damit er die Kosten des Einfrierens überhaupt übernimmt? Was passiert, wenn ich trotzdem vorher schwanger werde?

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Fragen über Fragen, die so persönlich sind, dass es für mich unvorstellbar ist, diese mit meinem Arbeitgeber zu diskutieren.

Ich denke, dass der Druck, den sich Frauen rund um das Thema Schwangerschaft machen, eh schon groß genug ist. Das Thema verliert an Leichtigkeit mit jedem Jahr, das man älter wird, jedem Gespräch welches man über das Thema führt und jeder Person, die man in diese private Entscheidung einweiht. Und es verliert endgültig an Leichtigkeit, wenn es Teil des Arbeitsvertrages oder des Personalentwicklungs-Gesprächs wird.

Wenn Arbeitgeber in Deutschland also aufgrund der aktuellen Social Freezing Diskussion wirklich darüber nachdenken sollten, ob sie Frauen auf diese Weise unterstützen wollen, ihren Kinderwunsch zu verwirklichen, dann hätte ich folgenden – wenig überraschenden – Gegenvorschlag:

Wenn sie denselben Betrag nähmen und in den Bau einer Betriebskita stecken würden und jeder Frau einen Gutschein für einen Kitaplatz ab eines Kindesalters ihrer Wahl in die Hand drücken würden, dann würde das dazu führen, dass Frauen früher Kinder bekämen, schneller in den Beruf zurückkehren würden und der Zeugungsprozess des Kindes das bliebe, was er sein sollte:

Privatsache.

Verena Pausder

Freitag, 17. Oktober 2014

Portrait Verena Delius

Ich habe am 22. August 2014 das gemacht, was jedes Jahr um die 380.000 Menschen in Deutschland tun. Ich habe geheiratet.
Das mag in Berlin-Mitte ein bisschen exzentrisch sein, aber im Rest von Deutschland ist es glaube ich ein ziemlich normaler (wenn natürlich auch über die Maßen emotionaler und großartiger) Vorgang.

Es ist auch nicht besonders außergewöhnlich als Frau seinen Nachnamen zu ändern. Und dennoch ist es für jede Einzelne eine große Veränderung. Für mich auch.

Verena Pausder.

Pausier?

Nein, Pausder.

Pausner?

Nein, Pausder!

Pausta?

Nein, Pausder!!!

Google hält 692 Suchergebnisse parat, wenn ich meinen neuen Namen google. Da ist also noch “room for improvement”. Zum Glück gibt es auch noch keine andere Verena Pausder, die bereits seit Jahrzehnten Thesenpapiere zu “Arbeitende Mütter sind eine Zumutung”, “Die Digitalisierung bringt uns alle um” oder “Bielefelder sind die schlechteren Deutschen” veröffentlicht hat. Dann hätte ich es jetzt richtig schwer meinen digital footprint zu setzen und die digitale Hoheit über meinen neuen Namen zu erobern.

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Nomophobie – eine Selbsterkenntnis

Dienstag, 31. Juli 2012

out of order

Nomophobie heißt laut Wikipedia “No Mobile Phone – Phobia’” und bedeutet übersetzt “Kein-Handy-Angst”‘. Als Nomophobie bezeichnet man die Angst, mobil unerreichbar für soziale und geschäftliche Kontakte zu sein. Die Verunsicherung und Leere, die man spürt, wenn das Handy aus, kaputt oder unerlaubt ist. Die Abhängigkeit, die man verspürt. Das Gefühl, ohne sein Handy nicht leben zu können.

Ja, ich hatte Nomophobie.

Nicht im Endstadium, aber schon absolut kritisch.

Wenn es einen Fragebogen mit 10 Fragen gäbe „Wie erkenne ich, dass ich Nomophobie habe“, dann würde ich im negativen Sinne sicherlich stark an die Höchstpunktzahl heranreichen. 66% der Briten sind übrigens nomophob. Und wenn ich mich in Deutschland umschaue, vermute ich ähnliche Raten.

Sehr vielen von Euch mag das völlig absurd erscheinen. Nach dem Motto „Ist die gaga?“, „Wovon redet die?“, „Will die uns ernsthaft weißmachen, man könnte von seinem Handy abhängig sein?“

Viele andere werden sagen „Na, das wurde ja auch mal Zeit, dass die das merkt. Diese Erkenntnis hätte ich ihr aber auch schon vor Monaten wenn nicht Jahren mitteilen können, die Sucht war ja offensichtlich!“

Wie dem auch sei. Ihr Alle wisst, dass Erkenntnisse erst dann etwas wert sind, wenn man sie selber hat. Denn Menschen können noch so oft Bedenken äußern oder auf Missstände hinweisen, erst wenn man selber das Gefühl hat, dass etwas nicht stimmt oder man sich falsch verhält, ist man bereit etwas zu ändern.

An dem Punkt war ich vor ein paar Wochen.

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Mann 2.0 – Wonderwoman ist nichts dagegen!

Mittwoch, 9. Mai 2012

Männer dürfen das letzte Wort haben

Alles begann damit, dass ich vor ein paar Monaten die Erstausgabe der deutschen Wired in meinen Händen halten wollte und das nur über den Umweg „GQ-kaufen“ ging. Der Aufmacher mit Justin Timberlake „Deutsche Männer mögen kein Machogehabe“ war mein erster Berührungspunkt mit dem Thema „Wie ist Man(n) heutzutage“.
Dann bin ich in der „Welt“ auf einen Artikel auf der ersten Innenseite aufmerksam geworden: „Was wären wir ohne Machos“.
Dann noch ein langer (Rotwein)-Abend mit Freunden (Männern wie Frauen), an dem wir diskutiert haben, wie Mann heutzutage sein muss, um Frau zu beeindrucken.

All diese Impulse haben also dazu geführt, dass ich mich jetzt ernsthaft an das Thema „Männer“ wage. Damit kann man sich ungefähr so gut in die Nesseln setzen wie mit Themen wie „Kind und Karriere“, „Frauenquote“ oder „Euro-Rettung“. Denn die Meinungen gehen weit auseinander, sind stark subjektiv, emotional geprägt und es ist eigentlich von vornherein klar, dass einem tendenziell mehr Menschen widersprechen als einem zustimmen werden.

Und es so gut wie nichts zu gewinnen gibt.

Eigentlich gar nichts.

Aber wie Ihr Euch vorstellen könnt, stellt die Aussicht auf Gegenwind eher einen Anreiz als eine Hemmschwelle dar und deshalb tue ich es.

Ich schreibe heute über Männer.

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Happy new year – mein persönlicher Jahresrückblick

Samstag, 31. Dezember 2011

Was für ein Jahr! Ich glaube ich habe noch nie in meinem Leben so viel erlebt wie in den letzten zwölf Monaten. Es war alles dabei. Die volle Achterbahn des Lebens im Zeitraffer eines Jahres. Wenn ich es in einem Satz zusammenfassen müsste, dann würde das Lieblingszitat meines Großvaters das Rennen machen:

“Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.”

Und so habe ich mehr denn je am Ende dieses ereignisreichen Jahres das Bedürfnis zurückzuschauen auf das was war und mich zu freuen auf das was kommt.

Strong

Diesen Spruch habe ich vor einigen Tagen an der facebook-Pinnwand (oder muss man jetzt schon “in der Chronik” sagen) einer Bekannten gesehen und lächelnd genickt. Denn er stimmt. Die Kräfte, die man freisetzt, wenn man keine andere Wahl hat als stark zu sein sind unglaublich. Und sie machen einem Mut. Denn sie haben mir gezeigt, dass man auch dann funktioniert, wenn eigentlich alles dagegen spricht. Dass man auch dann wieder aufsteht, wenn liegenbleiben so viel einfacher wäre. Und dass man auch dann wieder Licht sieht, wenn man eigentlich denkt, dass man gerade in einen Tunnel ohne Ausgang gefahren ist.
Der Spruch, der in meinem Lieblingsrestaurant “Dudu” in Berlin hängt geht auf abstraktere Weise in eine ähnliche Richtung.

Don´t fall

Wenn ich hier jetzt so sitze und über das vergangene Jahr nachdenke, dann kommen mir folgende Gedanken und Erkenntnisse in den Kopf:

Schwäche zeigen öffnet Türen

Aus irgendeinem (dummen) Grund war ich bis zu diesem Jahr der Annahme, dass “Schwäche zeigen” eine Schwäche sei. Gerade als Geschäftsführerin, gerade als Mutter, gerade als Frau. Ich habe einfach immer genug plausible Gründe gefunden, warum ich geglaubt habe, dass es besser sei, Zweifel, Ängste und schwache Momente mit mir selbst oder meinem engsten Umfeld auszumachen und die Außenwelt nur an den starken und selbstbewussten Momenten teilhaben zu lassen. Und nicht etwa nur um mich zu schützen, sondern weil ich vor allem der Annahme war, dass kein Mensch diese schwache Seite sehen möchte und ich praktisch mein Umfeld davor schützen muss.
Als es dann dieses Jahr einfach Momente gab in denen ich nicht stark sein konnte, in denen das Verbergen von Traurigkeit oder sogar Tränen einfach nicht geklappt hat, da hat es mich überwältigt zu sehen, welche positiven Reaktionen es hervorruft, wenn man einfach mal schwach ist. Einfach mal nicht funktioniert. Und dass das Menschen – seien es Freunde, Familie, Mitarbeiter, Investoren oder Geschäftspartner – nicht abschreckt, sondern dass man dadurch eine viel engere Bindung, viel mehr Vertrauen und Loyalität aufbaut als je zuvor. Für Viele von Euch vielleicht keine große Erkenntnis. Für mich persönlich der größte Schritt dieses Jahr.

Mehr Unternehmerinnen und Gründerinnen braucht das Land

Keine Sorge. Das ist kein feministisches Manifest was jetzt folgt. Mir geht es in diesem Moment gerade null um Frauenquote, Frauen in Führungspositionen oder irgendeine geschlechterspezifische Pro/Contra-Diskussion. Sondern schlicht und ergreifend um die Tatsache, dass ich noch nie zuvor in meinem Leben in einem Jahr so viel tolle Frauen kennengelernt habe und es einfach so eine unglaubliche Verschwendung wäre, wenn nicht mehr dieser Frauen eine starke Rolle in Unternehmen, Management- und Gründungsteams, in der Internetbranche oder im Berufsleben im Allgemeinen spielen würden.
Es würde die Unternehmen einfach so viel besser machen.
Nicht weil es Frauen sind. Sondern weil es tolle Frauen sind!
Und das war eines der Highlights dieses Jahres für mich. Diese Frauen durch meinen Job, durch Freunde, durch mein Blog, durch facebook, durch Social Media im Allgemeinen, durch Vorträge oder durch Workshops kennenzulernen. Und einen Beitrag leisten zu können, sie zu motivieren und im Idealfall zu inspirieren oder sogar in mancher Hinsicht ein Vorbild sein zu können.

Raus aus der Komfortzone

Beruflich haben wir bei Young Internet dieses Jahr keinen Stein auf dem anderen gelassen. Alles hinterfragt, alles auf den Prüfstand gestellt, uns komplett neu erfunden. Wir sind echt nicht bequem gewesen. Und haben echt alles getan, um alle Komfortzonen jeglicher Art hinter uns zu lassen. War das anstrengend? Ja! Braucht man das jedes Jahr? Nein! War es trotzdem richtig und wichtig? Absolut! So wichtig, dass ich meinen TEDtalk im November diesem Thema gewidmet habe. Da die Energie, Motivation und Innovationskraft, den dieser Prozess in uns und unserem Unternehmen freigesetzt hat so unglaublich war und ist, dass ich einfach viel mehr Unternehmen motivieren möchte, ihr volles Potential auf diese Weise zu entfalten.

Enjoy the moment oder “planlos glücklich”

Zum ersten Mal seit ich denken kann habe ich keine Pläne und Vorsätze für das neue Jahr.
Ich lasse es einfach auf mich zukommen.

Es wird schon gut werden.

Noch vor einem Jahr war ich so eine Niete in “enjoy the moment”. Ich habe mich einfach immer schon zu sehr auf das gefreut, was als nächstes kam, als den eigentlichen Moment in der Gegenwart zu genießen. Das habe ich dieses Jahr nun endlich gelernt. Dass es so viel schöner ist Erfolge zu feiern, Momente bewusst zu erleben , innezuhalten und das Leben einfach zum Quadrat zu genießen als sich in Plänen, ToDo-Listen, Zielen und next steps zu verlieren. Die sind auch wichtig, aber nicht alles.

So kann ich am Ende dieses Jahres sagen, dass ich viel vorwärts gelebt und viel rückwärts verstanden habe.

Und wenn morgen um Mitternacht die Korken knallen und 2011 zu Ende geht dann wünsche ich mir den Song “So soll es sein, so kann es bleiben” .

In der Hoffnung, dass 2012 genauso weitergeht wie 2011 aufhört. Happy new year!

Kinderleicht

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Wie oft denke ich: wie unbeschwert unsere Kindheit war! Wir hatten wenig Pflichten und viele Freiheiten. Wenig Zwänge und viel Platz für Kreativität und Phantasie. Wir waren kleiner und die Probleme auch. Das Leben war einfach kinderleicht.

Noch öfter denke ich allerdings wie unnötig schwer wir Erwachsenen uns das Leben machen. Als Kind waren wir einfach wir selbst – ohne Agenda.

Wir waren ehrlich. Hauptsächlich weil wir gar nicht wussten wie unehrlich geht. Das war zwar häufig schonungslos, eventuell auch beleidigend und manchmal peinlich. Aber es war ehrlich. Und damit wusste jeder wo er stand.

Wir waren naiv. Einen Luxus, den wir uns als Erwachsene gar nicht mehr leisten können ohne gleich als dumm deklassiert zu werden. Naivität beinhaltet eine unendliche Freiheit und Unschuld. Man denkt nicht jedes Szenario zu Ende, man wägt nicht jede Handlung genau ab, man denkt nicht in Konsequenzen, sondern in Chancen. Und Möglichkeiten. Das ist sicherlich naiv, aber auch sehr erfrischend.

Wir haben uns getraut zu fragen. Und zwar alles. Lange “Warum”-Frageketten, die unsere Eltern bestimmt genervt, aber dazu geführt haben, dass wir zum Kern des Themas vorgedrungen sind. Und uns sicher waren, dass wir es verstanden hatten. Und uns nicht zu schade waren, noch zwei Mal (oder mehr) nachzufragen, wenn wir es noch nicht verstanden hatten. Wie oft erleben wir es heute als Erwachsene, dass wir es verlernt haben die richtigen Fragen zu stellen. Oder überhaupt welche.

Nach Podiumsdiskussionen und Vorträgen herrscht immer ein verschämtes Schweigen, weil jeder Angst hat sich mit seiner Frage zu blamieren und nicht eloquent und intelligent genug zu wirken. Außerdem ist es eigentlich schon peinlich genug zugeben zu müssen, dass man überhaupt eine Frage hat. Wenn man dann doch eine stellt ist es eher ein Statement oder eine Ergänzung zum Vortrag als eine wirkliche Frage. Denn die Blöße geben wir uns nicht.

Dabei gibt es eigentlich nichts Bewundernswerteres und Tiefgründigeres als Menschen, die die richtigen Fragen stellen. Und sich nicht zu schade sind, einfache Fragen zu stellen. Denn es sind die einfachen Fragen, an denen wir selber merken, ob wir ein Thema überhaupt verstanden haben. Denn einfache Fragen erlauben einfache Antworten. Und damit wird uns die Chance genommen uns hinter komplexen, verwirrenden und komplizierten Antworten zu verschanzen, weil wir tief im Inneren wissen, dass wir das Thema eigentlich selber noch nicht richtig durchdrungen haben. Wie oft möchte man seinem Gesprächspartner sagen “Erklär es doch bitte mal so, wie Du es einem 8-jährigen Kind erklären würdest”. Und wie oft trauen wir uns das nicht. Weil wir denken, dass es ein schlechtes Bild auf uns wirft.
Ich glaube ganz ehrlich, dass wir viel weniger Probleme im Privat- und Berufsleben hätten, wenn wir wieder mehr fragen würden. Und den Anspruch hätten, die Antworten auch zu verstehen. Und nicht schon mit dem Nicken beginnen würden, bevor die Antwort überhaupt angefangen hat. Doch dafür haben wir einfach unsere kindliche Unschuld verloren.

Wir waren intuitiv. Wir haben keinen Plan oder eine roadmap gemacht, um Themen, Probleme oder Aufgaben anzugehen. Sondern wir haben intuitiv gehandelt. Learning by doing. Nicht learning und dann doing. Wir waren unverkrampft und unverkopft. Und wir haben Einfachheit geliebt und Komplexität gemieden.

Es ist für uns als Erwachsene heute der größte Lerneffekt, wenn wir Kindern etwas in die Hand geben, um zu sehen, wie sie es bedienen und ob sie es bedienen können. Das fängt bei realen Produkten an und hört bei Webseiten auf. Steve Jobs’ neue Devise “mobile first” ist eigentlich nichts anderes als ein Aufruf zu mehr Einfachheit, intuitiver und übersichtlicher Bedienbarkeit. Etwas einfach darzustellen und intuitiv benutzbar zu machen ist viel schwerer als sich hinter künstlicher Komplexität zu verstecken. Es zu schaffen eine komplexe Anwendung auf einem kleinen Iphone-Bildschirm darzustellen und erlebbar zu machen ist eine große Leistung. Den Mut zu haben diese Einfachheit und Klarheit auf eine große Website zu übertragen ist dagegen echte Kunst. Die noch von viel zu wenigen praktiziert wird.

Wie sehr wünsche ich mir manchmal, dass kindliche Denke bei Erwachsenen mehr als Stärke denn als Schwäche gesehen wird. Warum legen wir in Bewerbungsgesprächen nicht mehr Wert auf diese Eigenschaften? Warum zwingen wir uns bei Antworten nicht darauf kindlich einfach, klar und geradlinig zu antworten?

Die Welt am Sonntag hat eine Beilage, die sich “kinderleicht” nennt. Dort ist die Welt der Erwachsenen für Kinder dargestellt.

Vereinfacht.
Auf den Punkt gebracht.
So dass Kinder sie verstehen.

Ich habe ein Interview für diese Beilage gegeben, welches am Sonntag erscheint und gemerkt, wie ehrlich, selbstkritisch und transparent man wird, wenn man weiß, dass Kinder einen verstehen müssen. Wie schwer es ist sich nicht hinter aussagelosen Fachbegriffen zu verschanzen, sondern die Dinge beim Namen zu nennen. Ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis am Sonntag.
Und ich nehme dieses Interview zum Anlass meinen Vorsatz für 2011 zu formulieren:

Ich möchte mich wieder mehr wie ein Kind benehmen und mehr in die kindliche Denke hineinversetzen.

Sollte eigentlich zu schaffen sein. Sollte eigentlich kinderleicht sein. Sollte man meinen.

Nachtrag: Hier der Artikel in der Welt am Sonntag.

Ökologische Intelligenz

Sonntag, 26. September 2010

Ausgelöst durch einen Freund, der mir erzählt hat, dass er zu Climate Partners wechselt, eine junge Frau, die ich auf der dmexco getroffen habe, die das Startup ecogood gründet, das Unternehmen Arktik und die Tatsache, dass unsere Gelbe-Sack-Beutel alle sind, habe ich mir am Wochenende Gedanken über meine Einstellung zu Umwelt und Nachhaltigkeit gemacht.

Ich bin jetzt einfach mal so selbstbewusst zu behaupten, dass ich nicht dumm und besonders auch im Bereich der emotionalen Intelligenz kein Totalausfall bin.

Im Bereich der ökologischen Intelligenz – so nenne ich jetzt einfach mal die Fähigkeit und Einstellung sich ökologisch nachhaltig und sinnvoll zu verhalten – habe ich jedoch so meine Zweifel, ob ich da ein echter Out-performer bin. Bzw. ich weiß, dass ich keiner bin.

Woran merke ich das? Ein Geständnis:

  1. Wir haben im ganzen Haus keine Energiesparlampe und die Ankündigung, dass es bald keine richtigen Glühbirnen mehr geben würde, hat bei mir eher zu Hamsterkäufen geführt.
  2. Ich trenne den Müll in Hausmüll, Papier und Gelben Sack, aber ehrlich gesagt nur, weil mein strenger Mann aufpasst, dass ich das tue. Und weil man das eben macht. Und weil unsere Mülltonne sonst immer so schnell voll ist, wenn ich da auch noch Plastik reinwerfe. Wenn allerdings unsere Gelben Säcke alle sind, dann habe ich absolut kein schlechtes Gewissen alles in einen Mülleimer zu werfen. Ich empfinde das sogar als echte Komplexitätsverringerung in meinem Leben.
  3. Alle technischen Geräte in unserem Haushalt sind auf Standby und dass obwohl ich schon hundert Mal gehört habe, wie viel Strom es jährlich spart, wenn man alle Geräte ausschaltet. Trotzdem sind sie an.
  4. Ich fahre ein Auto, das ich schön finde, welches aber sicherlich nicht den nächsten Umweltpreis gewinnen wird. Mein Fahrrad finde ich übrigens auch schön, benutze es aber viel zu wenig.
  5. Wir haben eine Heizlampe über der Wickelkommode, ich habe ein Glätteeisen für meine Haare und wahrscheinlich noch zwanzig weitere technische Geräte im Haushalt, die definitiv in die Kategorie Strom-Fresser fallen.
  6. Bei einer CO2-Ausstoß-Analyse unseres Haushaltes müssten wir so einiges an Klimazertifikaten kaufen, um uns klimaneutral zu stellen.
  7. In Momenten, in denen ich ein schlechtes Gewissen über meinen Mangel an ökologischer Intelligenz habe, tröste ich mich mit dem Gedanken, dass die Amerikaner viel schlimmer sind.

Woran liegt das? Ein Erklärungsversuch:

Ich wurde 1979 geboren. Die 80er Jahre waren davon geprägt, dass ein ökologisches Bewusstsein Einzug in die Gesellschaft erhielt. Mein Mann, der diese Zeit – 1964 geboren – sehr aktiv miterlebt hat, beschreibt es als ein grünes Lebensgefühl, welches in dieser Zeit – gerade bei jungen Leuten – geprägt wurde. Man machte sich  Gedanken um die Nachhaltigkeit seines Handelns und fing an Verantwortung für Umweltthemen zu übernehmen. Grün-sein war kein Trend, sondern eine Überzeugung.

In dieser für Umweltbewusstsein wohl sehr prägenden Zeit war ich 0-10 Jahre alt und habe wenig von dem Thema mitbekommen. Mein Mann hingegen hat aus dieser Zeit Erinnerungen wie “die ersten autofreien Sonntage”, “Ölkrise”, “Leere Autobahnen”, “Bäume am Baggersee pflanzen” oder Helmut Schmidts mahnende Worte “Lasst Eure Autos stehen, 2005 geht uns das Öl aus”.

Als ich dann 15 Jahre aufwärts war und mich begann für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu interessieren, spielten weder “Die Grünen” noch die Umweltbewegung eine dominante Rolle. “Ökos” waren eher eine Randgruppe, die wir etwas wunderlich fanden. Themen wie die deutsche Einheit und die Anfänge der New Economy brannten sich viel mehr in meinen Kopf ein. Mein Vater war zwar ein großer Nutzer von Energiesparlampen und vertraute besonders im Winter eher auf Körpertemperatur denn auf Heizkörper. Ich glaube aber das war eher ostwestfälische Sparsamkeit als intrinsisches Umweltbewusstsein.

Folglich kann ich mir meine mangelhafte ökologische Intelligenz nur dadurch erklären, dass sie in meiner Kindheit und Jugend nicht wirklich angelegt wurde.

Doch eigentlich gab es doch gerade in den letzten Jahren genug Gelegenheit dieses Versäumnis nachzuholen? Seit ein paar Jahren erleben wir einen erneuten Boom für Themen wie Nachhaltigkeit, CO2-Bilanz und Umweltbewusstsein. Große Umweltkatastrophen verstärken die Erkenntnis, dass wir uns mehr Gedanken um unsere Umwelt machen sollten. Nachhaltigkeits-Fonds, Social Venture Funds und Sustainability-Kapitel in Geschäftsberichten sind zentraler Bestandteil unseres Wirtschaftslebens geworden.

Und obwohl es eigentlich keiner großen Überzeugung mehr bedürfte, dass wir knappe Ressourcen schonen, nachhaltig Wirtschaften und uns ökologisch sinnvoll verhalten müssen, springt der Funke bei mir – gerade in den kleinen Dingen des Alltags – leider nur sehr langsam über. Ob ich eine (negative) Ausnahme meiner Generation oder die Regel bin, kann ich schwer beurteilen.

Fakt ist, dass ich “ökologische Intelligenz” (noch) nicht auf meinen Lebenslauf schreiben kann. Und wenn ich es täte wäre es vergleichbar damit, dass ich auch viele Jahre lang bei Sprachen “Spanisch – fließend” geschrieben habe.

“No puedo hablar espanol” ist ungefähr alles was ich noch kann.

Meine ersten 100 Stunden im neuen Job – ein erstes Fazit

Dienstag, 14. September 2010

Andere brauchen für ihr erstes Fazit 100 Tage. Ich gebe Euch bereits nach 100 Stunden ein Update. Ich bin eben von der ganz schnellen Sorte:-) Hier nun also meine Tops und Flops der letzten Woche.

In erster Linie war meine erste Woche geprägt von Speed-Dating. So habe ich die ersten vier Tage nahezu komplett damit verbracht, jeden einzelnen Mitarbeiter bei Young Internet persönlich in einem 20-minütigen Gespräch kennen zu lernen. Vom Abteilungsleiter bis zum Azubi. Jeden! Das war superspannend und aus meiner Sicht der beste Start in den neuen Job. Denn jetzt kenne ich alle Namen, alle Funktionen, alle Abteilungen, weiß was die Mitarbeiter toll finden und was sie stört. Habe in sehr kurzer Zeit ein sehr gutes Gefühl für das Unternehmen bekommen und freue mich nun noch mehr auf die Herausforderungen, die vor uns liegen.

Ein weiteres Top der Woche war definitiv, dass ich nicht wirklich wusste, was für eine tolle Stadt Berlin ist (und ich stehe wahrscheinlich immer noch ganz am Anfang dieser Erkenntnis). Ich komme dort morgens so gerne an, gehe dort abends so gerne Essen, liebe das weltoffene und großstädtische Lebensgefühl und freue mich, dass ich durch meine Pendelei best-of-both-worlds bekomme. Das heimische, vertraute, maritime Flair von Hamburg und die aufregende, pulsierende und internationale Atmosphäre von Berlin.

Was war noch toll?

Durchschlafen!

Ich kann Euch das Glücksgefühl nicht beschreiben, das man empfindet, wenn man nach 4 Monaten praktisch erstmalig wieder acht Stunden am Stück schlafen kann. Die Woche in Berlin war wie Urlaub! Wirklich! Zu wissen, dass John & Henry in Hamburg bei meinem Mann in besten Händen sind und ich einfach ins Bett fallen kann, ohne die 4-Uhr-morgens-Flasche zu fürchten, war wirklich paradiesisch. Ich bin so einfach glücklich zu machen…

Positiv überrascht war ich durch die Tatsache, dass mir die Zugfahrerei so gut wie gar nichts ausmacht. Ich finde es eigentlich ganz entspannend 1,5 Stunden im Zug zu sitzen, zu arbeiten, Zeitung zu lesen, zur Ruhe zu kommen und mir Gedanken über die Eindrücke des Tages zu machen. Das ist irgendwie echte Quality-time für mich. Might sound strange, ist aber so.

Natürlich gab es auch Flops.

Hauptflop ist, dass unsere Kinderfrau diese Woche komplett ausfällt und wir somit gleich mal zu Beginn meines neuen Jobs den Ernstfall proben. In diesen Momenten sind Schwiegereltern und Eltern einfach der absolute Fels in der Brandung.

Ein weiterer Flop war der Totalausfall meiner technischen Infrastruktur. Ich habe es in nur einer Woche geschafft, dass zwei Laptops und ein Telefon ihren Geist aufgegeben haben. Dass das bei mir panikartige Zustände auslöst, habe ich glaube ich schon mal durchblicken lassen. Gott sei Dank war die Woche durch das Offline-Speed-Dating gut gefüllt, so dass sich die Entzugserscheinungen in Grenzen hielten.

Alles in allem eine sehr schöne Woche.

In erster Linie auch deshalb, weil ich wieder mal gemerkt habe, dass ich erst mit Kindern und Job wirklich glücklich bin.

Offline reloaded – Ich bin dann mal weg!

Donnerstag, 29. Juli 2010

Ich bin dann mal weg

Im Februar diesen Jahres habe ich einen langen Blogpost darüber geschrieben, dass ich lernen möchte, wieder mehr offline zu sein. Ehrlicherweise habe ich mich nicht besonders konsequent an diesen Vorsatz gehalten und alle möglichen und z.T. auch unmöglichen Momente genutzt, um zu twittern, zu facebooken oder zu bloggen. Nun steht mal wieder eine echte Chance vor der Tür, meine Lernfähigkeit in diesem Bereich unter Beweis zu stellen.

Ab morgen fahre ich nämlich für drei Wochen in die Ferien!

Total crazy, ich weiß.

Und mein fester Vorsatz lautet: Kein Twitter, kein Blogpost, wenig facebook und sonstigen Internet-/Mailkonsum auf eine Stunde täglich beschränken.

Total abgefahren, ich weiß.

Die gute Nachricht für Euch ist, dass Ihr die Einhaltung meines Vorsatzes in Echtzeit überprüfen könnt (zumindest was Twitter, Blog und facebook angeht).
Die schlechte Nachricht ist, dass Ihr sehr wenig von mir hören werdet. Ich weiß, das ist schrecklich.

Dafür habe ich dann nach meiner Rückkehr so viel Energie, dass ich nicht nur meine Social-Media-Nutzung wieder massiv hochfahre, sondern auch einen neuen Job antrete. Dann habe ich auch endlich mal wieder was zu erzählen.

Falls Ihr mich in der Zwischenzeit vermisst: Einfach alle meine alten Blogposts wieder und wieder lesen und eine “We miss you, Verena”-Seite auf facebook einrichten.
Falls Ihr mich nicht vermissen solltet: Um so besser für Euch, dass ich offline bin.

In diesem Sinne: happy holidays!