Archiv für die Kategorie „Weltreise“

Tulum – a happy place!

Sonntag, 8. März 2015

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Im Januar diesen Jahres waren wir mit unseren Kindern für 10 Tage in Tulum, Mexiko. Tulum liegt im Süden von Mexiko im Staat Quintana Roo (auf der Yucatan Halbinsel).

Mein Co-Gründer Moritz hatte mir diesen Ort als perfektes Reiseziel zur Überbrückung des Berliner Winters empfohlen. Und er hatte so Recht!

Weil mich so Viele nach unserer Rückkehr gefragt haben, wie es war und welches Hotel, welche Restaurants und sonstigen Aktivitäten wir dort empfehlen können, fasse ich unsere best-of-Empfehlungen einfach in diesem Post zusammen.

Tulum ist ein sehr besonderer, magischer Ort. A real happy place! Es liegt eine Ruhe, Gelassenheit und Entspannung über diesem Ort, die man nur sehr schwer beschreiben kann. Die Menschen, die dort Urlaub machen leben im Einklang mit der Natur, unaufdringlich, friedlich, unaufgeregt. Tulum ist ein Ort an dem man seinen Gedanken freien Lauf lassen kann, ein Ort, der einen Flow hat, dem man sich kaum entziehen kann. Man schaut nicht auf die Uhr, man jagt nicht der nächsten Aktivität hinterher und ich habe oft einfach nur dagesessen, auf das Meer geschaut und an nichts gedacht.

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Wir haben in der Uno Astro Lodge gewohnt. Strohhütten ohne Strom, direkt auf den Strand gebaut und mit einem Bad unter freiem Himmel. Die Betten sind Matratzen mit einem Moskitonetz darüber.  Für Licht sorgt tagsüber die Sonne und nachts so viele Kerzen wie man möchte. Die “Strom-Losigkeit” dieses Ortes führt zum einen dazu, dass man sich dem Rhythmus der Natur anpasst. Man wacht mit dem Sonnenaufgang auf und geht spätestens um 21 Uhr abends schlafen. So schläft man jede Nacht 9 Stunden bei frischester Luft und begleitet vom Rollen der Wellen, die an den Strand schwappen. Zum anderen führt kein Strom dazu, dass man jegliche technische Geräte in der Tasche lässt und einfach mal offline ist. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal 10 Tage keine Emails gecheckt habe. In der Uno Astrolodge war es so einfach, da es kein W-LAN und nur eine einzige Steckdose an der Rezeption gab. Und die war meistens belegt.

Wer mehr Luxus möchte und ohne Kinder fährt, dem empfehlen wir die Hotels Coqui Coqui oder Be Tulum, die beide direkt am Strand liegen und wunderschön sind.

Das Highlight von Tulum ist der wunderschöne, weiße, feine Karibik-Sandstrand:

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Der Tag beginnt überall an diesem Strand mit Yoga und Sport jeder Art. Man kann ewig lange am Strand barfuß entlang joggen und sich hinterher im 28 Grad warmen Meer abkühlen. Die Kinder sind stundenlang durch die Wellen getaucht. Es war das erste Mal, dass sie nicht ständig nach einem Pool gefragt haben. Ansonsten ist Kitesurfen der große Sport an diesem Strand und überall sieht man die bunten Segel über das Meer rasen.

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Ein weiteres Highlight von Tulum sind die tollen Restaurants, die am Strand entlang in den Urwald oder den Sand gebaut sind. Alle haben offene Küchen mit offenem Feuer, Grill und sind aus viel Holz und lokalen Materialien eingerichtet. Jeden Abend waren wir woanders essen und jeden Abend waren wir total begeistert. Man isst um 18-19 Uhr, was toll ist, da man mit Kindern dadurch denselben Rhythmus hat wie alle Anderen. Unsere Top-Empfehlungen sind Casa VioletaCasa JaguarHartwood und Casa Banana. Hartwood ist ein besonderes Highlight, dort muss man ab 17 Uhr anstehen, um einen Platz zu bekommen:)

Ein weiterer happy moment war unser Besuch im Yaan Spa, gegenüber vom “Be Tulum”-Hotel. Ohne zu zögern kann ich sagen, dass dieses das schönste Spa war, in dem wir jemals waren. Und die Massage, die wir dort hatten, wird unvergesslich bleiben. (Der Preis allerdings auch:)) Auf dem Weg dorthin (den man natürlich zu Fuß geht) kommt man an Josa Tulum vorbei. Ich bin kein Shopping-victim, aber an diesem Laden kann keine Frau vorbeigehen. Gott sei Dank gibt es eine Hollywood-Schaukel davor, auf der man den männlichen Teil der Familie (in meinem Fall 75%) parken kann.

Ach ja: Nach Tulum kommt man, in dem man mit dem Flugzeug nach Cancún fliegt. Wir sind von Berlin über München nach Cancún mit Air Berlin geflogen. Von dort ist man in knapp über 1 Stunde mit dem Auto (Taxi oder Mietwagen) in Tulum. Die beste Reisezeit ist November bis März und zeitlich ist Tulum 6 Stunden hinter uns.

Nachdem die New York Times im November 2014 einen großen Bericht über Tulum geschrieben hat ist Tulum sicherlich kein Geheim-Tipp mehr. Aber auch lange noch nicht Mainstream. Ein Grund mehr bald hinzufahren!

The Big Five for Life – was wirklich im Leben zählt!

Sonntag, 4. September 2011

Während meines Urlaubs habe ich ein Buch gelesen, welches mich schwer beeindruckt hat: The Big Five for Life. Danach habe ich es bei facebook und Twitter empfohlen und wahrscheinlich jedem, den ich getroffen habe, davon erzählt. Dann habe ich 65 Exemplare für alle Mitarbeiter von Young Internet bestellt und jedem am ersten Tag nach meinem Urlaub eines in die Hand gedrückt. Und dann habe ich weitere 20 Exemplare bestellt und schenke sie jetzt guten Freunden und Bekannten – mit persönlicher Widmung natürlich:-) – in der Hoffnung, dass sie das Buch genauso inspirierend, motivierend und beeindruckend finden wie ich.

The Big Five for Life

Und obwohl sich der Ein oder Andere von Euch sicherlich bereits fragt, ob ich an den Erlösen des Buches beteiligt bin (nein) oder eine Affäre mit dem Autor habe (nein), kommt nun auch noch ein Blogpost zum Buch und zwar aus drei Gründen:

  1. Weder auf facebook, noch auf Twitter, sondern nur im persönlichen Gespräch, konnte ich bisher sagen, was mich an dem Buch eigentlich so begeistert hat. Damit das auch all diejenigen hören bzw. nachlesen können, die mich in letzter Zeit nicht persönlich getroffen haben, fasse ich meine highlights hier zusammen.
  2. Ich erwische mich immer noch mehrmals täglich dabei, wie ich die wichtigsten Erkenntnisse des Buches für mich wiederhole, nachlese oder mir vor Augen führe, deshalb hilft es vor allem mir selbst, wenn ich sie jetzt einfach mal aufschreibe und für mich ordne.
  3. Es interessiert mich natürlich brennend, was Eure Meinung zu dem Buch ist, welche Gedanken Ihr beim Lesen hattet und welche Ideen und Konzepte, die in dem Buch vorgestellt werden Ihr großartig und welche unsinnig oder zu idealistisch findet. Daher bietet dieser Blogpost eine Möglichkeit zur Diskussion.

Als ich unseren Mitarbeitern das Buch geschenkt habe, habe ich das mit der Aufforderung verknüpft, mir nach dem Lesen die Ideen oder Konzepte zu nennen, die sie am liebsten bei Young Internet einführen oder leben würden. Die ersten Antworten habe ich bereits bekommen und ganz vorne steht der Wunsch, ab jetzt ein Mal pro Quartal ein Buch geschenkt zu bekommen. Für mich ist dieser Wunsch eine win-win-win-Situation. Die Mitarbeiter gewinnen, denn sie bekommen alle 3 Monate ein spannendes Buch geschenkt. Ich gewinne, denn ich liebe es anderen Menschen Bücher zu empfehlen, die mich selber begeistert haben. Und unser Unternehmen gewinnt, denn die Bücher, die wir verschenken werden natürlich Bücher sein, welche uns fachlich oder menschlich weiterbringen und damit zu besseren und motivierteren Arbeitskräften machen.

Ich werde nicht versuchen, die im Buch hervorragend beschriebenen leadership-Qualitäten, Methoden und Ideen jetzt in komprimierter und schlechter Qualität widerzugeben, sondern lediglich darauf eingehen, was mich besonders beeindruckt, motiviert und inspiriert hat und warum:

1. Big five for life

Zentral ist sicherlich die Idee, dass jeder von uns seine Big Five for life definieren sollte, um für sich herauszufinden, was ihm wirklich wichtig im Leben ist und was er erreichen möchte. Setzt Euch mal hin und überlegt, was die fünf Dinge sind, die dazu führen, dass Ihr am Ende Eures Lebens sagt – das war genau das Leben, was ich führen wollte! Kreist im Kalender alles ein, was zur Erreichung dieser Ziele beiträgt und fragt Euch bei den anderen Einträgen für wen ihr sie macht und warum sie so viel Platz in Eurem Leben einnehmen, wenn sie nicht dazu beitragen, eines Eurer fünf Ziele zu erreichen. Die fünf Ziele, die man für sich definiert, müssen nicht unmittelbar umsetzbar sein, aber man sollte bereits heute damit beginnen die Weichen zu stellen, um sie irgendwann zu erreichen. So ist zum Beispiel eins meiner Big Five for Life die Weltreise, die ich 2013/2014 machen möchte. Es dauert noch bis wir sie antreten, aber sie ist schon heute auf meinem Radar und fester Bestandteil meiner Pläne.

2. Museum Day

Die Idee, dass für jeden von uns am Ende unseres Lebens ein Museum gebaut wird, in dem die durchschnittlich 28.200 Tage unseres Lebens mit Videos, Fotos und Texten dargestellt werden, finde ich sehr cool. Und zwar in erster Linie deshalb, weil es alle Pläne und Ziele auf sehr anschauliche Weise auf den einzelnen Tag herunterbricht. An jedem Morgen an dem man aufsteht beginnt ein neuer Tag, der irgendwann im eigenen Museum ausgestellt wird. Dieser Gedanke motiviert mich sehr, dass an jedem Tag zumindest eine Sache passiert sein sollte, die diesen Tag spannend und lebenswert gemacht hat.

3. „People matter“ ist ein profit-driver

Häufig werden das Schaffen einer Unternehmenskultur, Unternehmenswerte, Visionen, eine Mission und Mitarbeiterentwicklung als soft skills, weiche Faktoren oder nice-to-haves abgetan und belächelt. Mit der Begründung sie seien nicht unmittelbar ergebnisrelevant und damit Luxus und im schlimmsten Fall sogar Zeitverschwendung.

Das Gegenteil ist der Fall.

Den Mitarbeiter (Menschen) in den Mittelpunkt der Überlegungen rund um die Zukunftsfähigkeit und den Erfolg eines Unternehmens zu stellen ist meiner Meinung nach der Schlüssel zum Erfolg, um den Ertrag zu steigern. Und mit Sicherheit kein soft factor. Wenn Menschen sich ernst genommen fühlen, gefördert und gefordert werden, Teil einer Unternehmenskultur sind, die menschlich ist, dann ist das Ergebnis, dass sie motiviert, produktiv, proaktiv sind und Freude an ihrer Arbeit haben. Das wiederum führt dazu, dass sie konzentrierter arbeiten, 120% geben, ihre Ideen in das Unternehmen einbringen und mehr Output generieren. Und dass sie bleiben wollen. So sinkt die Fluktuation, das Knowhow bleibt im Unternehmen und es entsteht eine Kontinuität, von der Kunden, Kollegen und Kooperationspartner profitieren. Und besonders profitiert das Unternehmen selbst und sein betriebswirtschaftliches Ergebnis. Denn bei konstanten Kosten wird die Produktivität und damit der Umsatz gesteigert. Damit ist für mich die Schaffung einer Unternehmenskultur, welche auf Output und Motivation ausgerichtet ist, ein echter business case und mit Sicherheit kein überflüssiger soft factor.

Und ein zweiter Gedanke des Buches passt zu dieser Erkenntnis: Culture and success roll downhill. Mit anderen Worten: Die Unternehmenskultur und der Erfolg eines Unternehmens hängen vom Management ab und es ist ihre Verantwortung ein Unternehmen so zu formen, dass die Mitarbeiter ihr Bestes geben können und wollen. Wenn ein Unternehmen nicht erfolgreich ist oder Mitarbeiter jenseits ihres Gehalts keine Motivation haben bei einem Unternehmen zu arbeiten, dann liegt das einzig und allein am Management. Nicht an den Mitarbeitern. Es ist Aufgabe des Managements eine Kultur zu schaffen, die motiviert, antreibt und zum Erfolg führt.

4. Director of first impression

Eine Idee, die mich besonders fasziniert hat, ist es einen “Director of first impression” zu haben. Das bedeutet, dass sich eine Person damit beschäftigt, sich in alle stakeholder des Unternehmens hineinzuversetzen und herauszufinden, wie das Unternehmen ihnen gegenüber auftritt bzw. in Zukunft auftreten möchte. Wie wird ein Kunde behandelt, wenn er beim Unternehmen anruft? Wie, wenn er eine Email schreibt? Was ist der erste Eindruck eines Besuchers, der im Büro vor Ort ist? Wie spricht das Unternehmen mit Kooperationspartnern? Wie behandelt es Dienstleister? Wie geht es auf seine Kunden ein? Das sind die Fragen, die sich der “Director of first impression” stellt und das sind die Situationen in die er sich regelmäßig begibt. Um sicherzustellen, dass das Unternehmen sich seines Fremdbildes bewusst ist und sich gegenüber allen Anspruchsgruppen so verhält, dass es zur Unternehmenskultur passt und ein konsistentes und damit glaubwürdiges und vertrauenserweckendes Bild nach außen und innen abgibt.

5. Always write the ending first

“We either write the ending we want, and then create a life that gets us there, or we end up living someone else´s story, and having an ending that pales compared to the one we would have written for ourselves”.

Dieser Gedanke ist cool, denn er zwingt einen, sich seiner Ziele bewusst zu werden und die eigenen Träume zu Ende zu denken. Wie soll etwas sein, wenn es fertig ist? Auf welches Leben möchte man gerne eines Tages zurück blicken? Was macht einen wirklich glücklich? Natürlich bin ich der Meinung, dass man auch Raum für Glück und Zufall in seinem Leben lassen sollte und sich die Flexibilität erhalten sollte, Pläne anzupassen oder zu verändern. Denn das wird sich sowieso nicht vermeiden lassen. Aber das Ende zuerst zu schreiben ist eigentlich nichts anderes als sich heute schon das Museum vorzustellen, welches am Ende unseres Lebens für uns gebaut wird und sich seiner Big Five bewusst zu werden, um herauszufinden, was uns wirklich glücklich macht. Und vor allem was nicht.

An dieser Stelle zwinge ich mich aufzuhören.

Ich denke es ist offensichtlich, dass dieses Buch zum Nachdenken anregt. Egal, ob man das Buch überzogen, inspirierend, weltfremd, motivierend, idealistisch, beeindruckend oder abgehoben findet, es ist auf keinen Fall Zeitverschwendung, es zu lesen.

Happy reading!

Gibt´s da auch Pommes?

Sonntag, 28. März 2010

Seit einiger Zeit ist es mein größter Traum und fester Plan mit meinen zwei Kindern für ein paar Monate um die Welt zu reisen. Und zwar dann, wenn sie sechs und vier Jahre alt sind (dauert leider noch vier Jahre und 4 Wochen…).

Laos, Kambodscha, Vietnam, Malaysia, Thailand, Südsee, Australien und Neuseeland sind definitiv preferred destinations. Die Idee ist, sich ein around-the-world-ticket zu kaufen und sich dann von Land zu Land treiben zu lassen. Überall, wo es uns gut gefällt bleiben wir einfach ein paar Wochen und wenn es uns nicht gefällt, fahren wir einfach weiter.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die Top-5-Gründe für unseren Traum-Plan („Traum“ deshalb, weil die Reise einen Traum wahrwerden lässt, „Plan“ deshalb, weil es unsere feste Absicht ist und keiner -  inkl. mir selbst – auf die Idee kommen soll, wir würden diese Reise nicht wirklich machen wollen, sondern nur von ihr träumen) folgende sind:

  1. Diese Reise wird eine Erfahrung sein, die man nie vergisst
  2. Die Reise wird die Perspektive auf viele Dinge des täglichen Lebens verändern
  3. Die Familienzeit, die wir auf dieser Reise haben werden, wird uns niemand mehr nehmen können
  4. Man lebt nur ein Mal
  5. Bei 25-28 Urlaubstagen pro Jahr werden wir viel zu wenig von der Welt sehen, bevor wir alt sind
  6. Diese Reise ist so ein unglaublicher Ansporn für den Alltag in den nächsten vier Jahren

Fakt ist also, dass wir in vier Jahren weg sind. Aber geht das denn auch wirklich? Natürlich fragt man sich, ob man überhaupt ein Sabbatical genehmigt bekommt, ob man danach im Job wieder Fuß fassen kann, was man in der Zeit mit Haus und Hausstand macht, ob man so eine Reise plus den Einkommensausfall überhaupt finanzieren kann.

Dann ist es besonders hilfreich, wenn einem Andere den eigenen Traum gerade live vorleben:

http://gibtsdaauchpommes.blogspot.com/

http://www.sandamstrand.de

Die Blogs zweier Familien, die mit ihren Kindern die Welt bereist haben. Und zwar auf sehr ähnliche Art und Weise, wie es mir vorschwebt:

Wunschroute Weltreise

Ich bin also hochmotiviert, jetzt schon mal damit zu starten, unsere Route auszuarbeiten und am besten auch schon die Flüge zu buchen, damit es dann in vier Jahren auch wirklich losgeht!